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Drei Steine (erstes Kapitel) from Sonya Schoenberger on Vimeo.

Drei Steine (zweites Kapitel) from Sonya Schoenberger on Vimeo.

Drei Steine from Sonya Schoenberger on Vimeo.

Drei Steine

Dreikanalige Videoinstallion in Kollaboration mit Mirjam Brusius, Abguss-Sammlung Antiker Plastik Berlin, 2016, im Rahmen des Internationalen Kunst- und Wissenschaftsfestival "Berlin-Babylon-Bagdad" des Sonderforschungsbereiches "Transformationen der Antike" der Humboldt-Universität Berlin.

Im Jahre 1898 kehrte der Archäologe und Architekt Robert Koldewey von einer ersten Expedition aus Babylon zurück. Babylon befand sich im als Urquelle der Zivilisation bezeichneten Mesopotamien im heutigen Irak, ein Ort, der in Europa sowohl kulturelle als auch biblische Bedeutung hatte. Von seiner Exkursion brachte Koldewey drei Objekte mit: kleine, bunte, glasierte Ziegel, die er dem Direktor der Königlichen Museen zu Berlin vorlegte. Dieser Moment versinnbildlicht durch die auf den ersten Blick unbedeutenden Objekte das Einläuten einer neuen Ära für Preußen, welches sich nunmehr in imperialen Bestrebungen und durch den rasanten Ausbau der Museumssammlungen den Briten und Franzosen ebenbürtig sah.

Die installative Videoarbeit mit dem Titel „Drei Steine“ der Künstlerin Sonya Schönberger und Kunst- und Wissenschaftshistorikerin Mirjam Brusius, entwickelt sich durch eine Diskussion über den Anfang der Geschichte des Ischtar-Tors und ihren weiteren Verlauf.

Mit Berthild Tourrenc (geboren 1938 in Berlin, 1943 Umzug nach Ostpreußen. Flucht vor den Russen zu Fuß nach Schlesien. Studium der Geschichte, Deutsch, Französisch in Freiburg, Lausanne und Heidelberg. Jetzige Beschäftigung: Hilfe für Flüchtlinge, Nachhilfe für Schulkinder und Unterstützung von Menschen älterer Generation, die gesundheitliche Probleme haben. Stellt sich immer wieder aufs Neue die Frage: Warum lernen die Menschen nichts aus der Geschichte?)

Mirjam Brusius (ist Kunst- und Wissenschaftshistorikerin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Geschichte des Museums, der Archäologie und der Fotografie. Sie lehrt und forscht derzeit an der University of Oxford. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich Fotografiegeschichte, Museumsgeschichte und Archäologiegeschichte in Europa und Nahost.)

Joachim Marzahn (ist ein deutscher Altorientalist und vorderasiatischer Archäologe. Er war zwischen 1979 und 2014 Kustos der Keilschriftensammlung des Vorderasiatischen Museums Berlin. Seit 1991 ist er Vorstandsmitglied der Deutschen Orient-Gesellschaft.)

Hussam Zahim Mohammed (geboren in Bagdad, Irak, Bachelor an der Freien Universität Berlin, Vorderasiatische Archäologie, seit 2014 Masterstudent ebenda. Mitarbeiter bei Multaka – Flüchtlinge als Multiplikatoren in den Berliner Museen)

Phillip Hohenwarter, Kamera (geboren in Wien, studierte dort und in Berlin Medienübergreifende Kunst. Seit 2013 arbeitet er als Videokünstler an verschiedenen Theatern, wie dem Deutschen Theater Berlin, dem Thalia Theater Hamburg und der Schaubühne Berlin.)

Dank an Friederike Krippner, Andrea Polaschegg und Sophie-Charlott Hartisch.